Igel gefunden– was tun?
Wenn Sie einen Igel gefunden haben, ist es gut, dass Sie aufmerksam geworden sind.
Viele geschwächte, verletzte oder unterversorgte Tiere sind auf Hilfe angewiesen.
Als Wildtierhilfe Eschweiler unterstützen wir Sie bei der Einschätzung und übernehmen die Versorgung, wenn ein Igel Hilfe benötigt.
Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, die Situation richtig einzuordnen und im Zweifel sicher zu handeln.
So erkennen Sie, ob ein Igel Hilfe braucht
Die folgenden Hinweise helfen Ihnen, die Situation richtig zu beurteilen und richtig zu handeln.
Wann kein Eingreifen nötig ist
Wann kein Eingreifen nötig ist
- Igel ist nachts aktiv
- wirkt kräftig und bewegt sich normal
- keine sichtbaren Verletzungen
- zeigt natürliches Verhalten
Wichtig: Ein vorschnelles oder falsches Eingreifen kann für einen Igel mehr schaden als helfen.
Bitte greifen Sie nur dann ein, wenn tatsächlich ein Notfall vorliegt oder nachdem Sie Rücksprache mit einer fachkundigen Stelle gehalten haben.
Wann ein Igel Hilfe braucht
Manchmal zeigt ein Igel deutliche Anzeichen dafür, dass er Unterstützung benötigt. In diesen Fällen ist es wichtig, aufmerksam zu sein und richtig zu handeln.
- Der Igel ist tagsüber unterwegs
- Er wirkt schwach, apathisch oder orientierungslos
- Es sind Verletzungen sichtbar
- Das Tier erscheint sehr klein oder deutlich untergewichtig (Hungerknick)
- Im Winter aktiv, obwohl es sehr kalt ist
- Es sind Fliegen oder Maden am Tier zu sehen
Diese Anzeichen sprechen dafür, dass der Igel Hilfe braucht und nicht sich selbst überlassen werden sollte.
Was tun im Notfall?
Wenn ein Igel in einer akuten Notsituation ist, kommt es vor allem darauf an, ruhig und überlegt zu handeln. So können Sie dem Tier helfen, ohne zusätzlichen Stress zu verursachen.
- Sichern Sie den Igel vorsichtig und möglichst behutsam
- Setzen Sie ihn in einen stabilen Karton mit Luftlöchern
- Legen Sie ein Handtuch oder eine weiche Unterlage hinein
- Halten Sie das Tier warm, ruhig und dunkel
- Geben Sie kein Futter und kein Wasser
- Nehmen Sie zeitnah Kontakt zur Wildtierhilfe auf
So stellen Sie sicher, dass der Igel schnell die Unterstützung bekommt, die er jetzt benötigt.
Der Igel ist zunehmend gefährdet
Der Igel gilt als gefährdet
Igel sind in unserer Umgebung vielen Gefahren ausgesetzt. Dazu gehören vor allem der Straßenverkehr, Gartengeräte wie Mähroboter, freilaufende Haustiere und der zunehmende Verlust natürlicher Lebensräume.
Durch den Rückgang naturnaher Gärten und geeigneter Lebensräume finden viele Igel immer weniger Nahrung. In ihrer Not weichen sie häufig auf Schnecken aus. Diese können jedoch Parasiten und Lungenwürmer übertragen, wodurch die Tiere zusätzlich geschwächt werden.
Gerade solche geschwächten Igel haben oft keine Möglichkeit, sich aus eigener Kraft zu erholen. Umso wichtiger ist es, solche Situationen frühzeitig zu erkennen und richtig zu handeln.
Spezialisierte Versorgung für geschwächte
und verletzte Tiere
Als Wildtierhilfe Eschweiler verfügen wir über eine speziell eingerichtete Intensivstation für Igel. Hier kümmern wir uns um Tiere, die ohne Unterstützung kaum eine Chance hätten, sich zu erholen.
Viele der Igel, die zu uns kommen, sind stark geschwächt, verletzt oder von Parasiten befallen. In solchen Fällen ist eine intensive Betreuung notwendig, um die Tiere zunächst zu stabilisieren und anschließend wieder aufzubauen.
In unserer Intensivstation erhalten die Igel eine individuell angepasste Versorgung. Dazu gehören unter anderem die medizinische Erstversorgung, Wärmezufuhr sowie eine ruhige und geschützte Unterbringung. Je nach Zustand können die Tiere auch mit Sauerstoff versorgt und gezielt gegen Parasiten behandelt werden.
Ziel ist es, die Igel Schritt für Schritt zu stärken, damit sie nach ihrer Genesung wieder in die Natur entlassen werden können.
Schnelle Antworten auf die wichtigsten Fragen
Sichern Sie das Tier vorsichtig und bringen Sie es aus der Gefahrenzone. Vermeiden Sie unnötigen Stress und direkten Kontakt. Kontaktieren Sie anschließend die Wildtierhilfe Eschweiler oder eine geeignete Anlaufstelle, um das weitere Vorgehen abzustimmen.
Wildtiere dürfen nicht ohne Weiteres aufgenommen werden. Eine falsche Versorgung kann dem Tier schaden. Bitte immer zuerst Rücksprache mit einer fachkundigen Stelle wie der Wildtierhilfe halten.
Beobachten Sie das Tier zunächst aus sicherer Entfernung. In vielen Fällen kehren die Elterntiere zurück.
Greifen Sie nur ein, wenn das Tier verletzt, geschwächt oder eindeutig verwaist ist.
Die Wildtierhilfe Eschweiler arbeitet ehrenamtlich und finanziert sich über Spenden.
Die Versorgung erfolgt unabhängig davon, ob eine finanzielle Unterstützung möglich ist.
Nicht jedes scheinbar allein gelassene Tier ist hilfsbedürftig. Jungtiere werden häufig von den Elterntieren versorgt, auch wenn diese nicht sichtbar sind.
Hilfe ist notwendig bei:
- sichtbaren Verletzungen
- Schwäche oder Apathie
- offensichtlicher Unterkühlung
- Kontakt mit Haustieren
Wir kümmern uns insbesondere um:
- Igel
- Feldhasen
- Eichhörnchen
Für andere Tierarten vermitteln wir geeignete Pflegestellen oder Ansprechpartner.
Setzen Sie das Tier in einen gut belüfteten Karton mit weichem Untergrund (z. B. Handtuch).
Halten Sie es warm, ruhig und dunkel.
Keine Fütterung oder Wasser geben, bevor eine fachliche Einschätzung erfolgt ist.
Ja, Unterstützung ist möglich durch:
- Spenden
- Sachspenden (z. B. Futter, Handtücher)
- Mithilfe oder Pflegeunterstützung
Wir freuen uns über Ihre Hilfe
Hier erfahren Sie, in welchen Bereichen Sie unsere Wildtierhilfe unterstützen können.